BAUER & DOTTERMANN | Agentur für Mitarbeiterzeitschriften

Mal unter uns ...

„Oft wird die Chance vertan, gezielt und fundiert zu informieren.“

Direkter Draht statt Flurfunk dank gut gemachter Mitarbeiterzeitschriften. Irene Bauer und Jochen Dottermann im Interview über interne Kommunikationskanäle, Heftdramaturgie, kluge Köpfe und emotionale Botschaften.

 

Braucht man in einer digitalen Welt denn überhaupt noch Mitarbeiterzeitschriften?

 

Irene Bauer

Jochen Dottermann

Irene Bauer: Ja! Denn zum einen sitzen in Deutschland keinesfalls alle Arbeitnehmer an einem Büroarbeitsplatz und sind damit den ganzen Tag online. Viele arbeiten in der Dienstleistung, in Filialbetrieben oder in der Industrie, wo Internet und Intranet nicht permanent verfügbar sind. Zum anderen ist eine Zeitschrift als Printmedium ein anderes Kommunikationsmittel als firmeninterne Onlinemedien – wichtig ist allerdings, dass man die verschiedenen internen Kommunikationskanäle aufeinander abstimmt.

Wie kann das aussehen?

Irene Bauer: Sicherlich ist eine Mitarbeiterzeitschrift nicht geeignet, um kurzfristig zu informieren. Das geht über Intranet oder Newsletter besser und vor allem schneller! Dagegen bietet die Mitarbeiterzeitschrift die Möglichkeit, Hintergründe zu erläutern und ausführlicher über bestimmte Themen zu informieren.

Jochen Dottermann: Sie ist ein redaktionelles Medium, in dem zum Beispiel in einem Interview strategische Ziele erläutert werden oder ein Thema von verschiedenen Seiten betrachtet wird.

"Eine Mitarbeiterzeitschrift bietet die Möglichkeit, Hintergründe zu erläutern."

Und was hat das Unternehmen davon?

Irene Bauer: Mitarbeiter erfahren nicht selten wichtige Unternehmensinformationen zuerst aus den Medien. Interne Kommunikation spielt bei vielen immer noch eine untergeordnete Rolle. Es herrscht nach wie vor oft die Einstellung: Wenn es „etwas“ gibt, dann kriegen das schon alle „irgendwie“ mit. Damit wird die Chance vertan, gezielt und fundiert zu informieren und man lässt stattdessen der Flüsterpost freien Lauf.

Jochen Dottermann: Und auch wenn es ein Mitarbeitermagazin gibt, heißt das noch lange nicht, dass es die Mitarbeiter auch erreicht. Viele Mitarbeitermagazine fristen ein Schattendasein: Die Artikel sind weder journalistisch noch grafisch aufbereitet und das Magazin besitzt weder Konzept noch Heftdramaturgie. Oft liegt das daran, dass die Zeitschrift von einem Mitarbeiter „nebenher“, „doch schon immer so“ oder unter der Prämisse „das ist ja nur für die Mitarbeiter“ gemacht wird. Oder sie wird von einer Werbeagentur gestaltet: Diese Zeitschriften sehen zwar meist schick aus, aber transportieren zu wenig redaktionellen Inhalt und sind sehr häufig nicht gemeinsam mit den Mitarbeitern für die Mitarbeiter gemacht.

Irene Bauer: So wird eine wichtige Chance vertan! Denn eine ehrliche und gute Kommunikation trägt entscheidend dazu bei, dass sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen und sich für das Unternehmen, in dem sie arbeiten, mit voller Kraft einsetzen.

Dabei ist das Schlagwort vom „War of Talents“ doch mittlerweile in aller Munde. Führt das nicht zu einer höheren Gewichtung auch der internen Kommunikation?

Jochen Dottermann: Das sollte man meinen, häufig ist es aber nicht so. Denn interne Kommunikation bedeutet vor allem, einen langen Atem zu haben. Viele Unternehmen entwickeln Konzepte für eine Arbeitgebermarke, leben diese aber nicht im Alltag. Denn das kostet Zeit – und natürlich auch Geld.

Irene Bauer: Das gut investiert ist! In einem Land, in dem es entscheidend ist, kontinuierlich neue Innovationen auf den Markt zu bringen, zählt jeder Kopf. Die Mitarbeiter sind diejenigen, die Ideen entwickeln, Produkte umsetzen und das Unternehmen im privaten und öffentlichen Umfeld repräsentieren. Wer das erkannt hat, weiß, dass es das Ziel sein muss, diese wertvollen Menschen an das Unternehmen zu binden. Und natürlich auch neue kluge Köpfe für sich zu gewinnen. Denn sehr häufig werden Mitarbeitermagazine auch an Bewerber ausgehändigt, um ihnen einen ersten Eindruck vom Innenleben des Unternehmens zu vermitteln.

"Der Erfolg einer gut gemachten Mitarbeiterzeitschrift übertrifft den (Kosten)Aufwand bei Weitem."

Wie können Mitarbeitermagazine zum Unternehmenserfolg beitragen?

Jochen Dottermann: Gut informierte Mitarbeiter sind zufriedenere und motiviertere Mitarbeiter, die sich mit dem Unternehmen identifizieren und damit eine bessere Leistung bringen. Kurz gesagt: Eine Mitarbeiterzeitschrift ist Information, Identifikation und Motivation.

Wie würden Sie eine gute Mitarbeiterzeitschrift beschreiben?

Irene Bauer: Mitarbeiterzeitschriften sind keine Geschäftsführungspostillen, keine Hochglanzmagazine, keine Boulevardblätter und keine Politikjournale. Und haben doch von allem etwas. Natürlich sind Mitarbeitermagazine auch ein Informationsmedium der Geschäftsleitung, das über wichtige Geschäftsentwicklungen, Unternehmensleitbilder und Produkte offen, glaubwürdig und ehrlich informiert. Aber genauso wichtig ist es, dass sie auch den Spirit und die Corporate Identity eines Unternehmens transportieren.

Jochen Dottermann: Die emotionalen Botschaften sind für das Unternehmensklima von entscheidender Bedeutung. Klatsch und Tratsch sollten nicht alleiniger Inhalt sein, dennoch darf eine Mitarbeiterzeitschrift durchaus unterhaltsam sein. Außerdem bietet sie Raum für die Mitarbeiter, die sich redaktionell und thematisch einbringen können und die auch inhaltlich Teil der Zeitschrift sein sollten – in Form von Abteilungsporträts, Mitarbeitervorstellungen etc. Gerade diese Themen sind es, die alle interessieren. Schön ist natürlich, wenn man dabei auch etwas über den Menschen erfährt, seine Hobbys, Vorlieben, Lebensweise.

Und wie schafft man es, dass eine Mitarbeiterzeitschrift diese Ziele auch erreicht?

Jochen Dottermann: Grundvoraussetzung ist, dass die Geschäftsleitung den Wert einer guten Mitarbeiterkommunikation sieht und eine Redaktion, die das journalistische Handwerkszeug hat, diese professionell umzusetzen. Externe Dienstleister können das interne Redaktionsteam mit ihrem fachlichen Knowhow sehr gut unterstützen und zur Professionalisierung beitragen – gerade bei Unternehmen ohne Spezialisten im Team. Ein externer Partner bietet einige Vorteile wie langjährige Erfahrung und unternehmensübergreifende Kenntnis des Themas oder Arbeitserleichterung, da auch organisatorische Dinge ausgelagert werden können. Und nicht zuletzt ein externer Blick auf das Geschehen, der oft enorme Vorteile bietet.

Was ist für Sie das Erfolgsgeheimnis einer guten Mitarbeiterzeitschrift?

Um langfristig „anzukommen“, braucht das Magazin ein klares Konzept, einen interessanten Themenmix, spannende Texte und ein übersichtliches und abwechslungsreiches Zeitschriftenlayout.

Irene Bauer: Erfolgreich sind Mitarbeiterzeitschriften in jedem Fall nur dann, wenn sie keine Eintagsfliegen, sondern Langstreckenläufer sind, die mit jeder neuen Ausgabe die Mitarbeiter aus Neue überzeugen.

 

 

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